Eine Website soll viele Informationen bieten, interessant und fachlich korrekt sein. Das ist schön und gut – reicht aber schon lange nicht mehr aus. Nicht nur was geboten wird, zählt, sondern wie es geboten wird: Emotionalisierung ist DAS Stichwort für eine gelungene Webseite.

Viele Klinik-Seiten borden über vor fachlichen Informationen – aber es fehlt der Wohlfühl-Faktor. Dabei schließt sich beides keineswegs aus: Die gekonnte Mischung aus Information und Emotion macht’s. Eine gut gemachte Webseite spricht den/die Leser/in nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch an, nimmt ihn/sie gefangen, lädt zum Lesen und Weiterblättern ein. Wie Ihr Internet-Auftritt aufgemacht ist, steht für Ihr ganzes Haus. Kühl und dröge oder warm und lebendig? Der erste Eindruck zählt – in Wort und Bild.

So bringen Sie Leben und Emotionen in Ihre Webseite:

1.

Setzen Sie auf Design und Farben
Natürlich gibt es kostenfreie, vorgefertigte Standard-Designs für Webseiten aller Art. Aber bedenken Sie: Ihr Internet-Auftritt ist Ihre Premium-Visitenkarte und Ihr Türöffner. Die meisten Patient/innen besuchen zuerst Ihre Webseite und dann erst eventuell Ihr Krankenhaus. Sie wollen sich sofort willkommen fühlen. Leisten Sie sich für einen Relaunch ein/e professionelle/n Web-Designer/in, der/die Ihre Website individuell gestaltet und dafür passende Farben und Schriften verwendet – ggf. innerhalb eines bereits vorhandenen Corporate Designs.

2.

Machen Sie das Lesen leicht!
Eine nicht zu komplizierte Sprache, verständliche Inhalte und eine Textgestaltung in kleinen Abschnitten, getrennt durch Zwischenüberschriften, machen das Lesen angenehm. Stopfen Sie die Seiten nicht voll, überfordern Sie den/die Leser/in nicht mit langen und fachlich überfrachteten Texten. Vermeiden Sie abstrakte Sprache mit vielen Substantiven und Passiv-Stil, formulieren Sie verbal und aktiv. Sprechen Sie den/die Leserin gerne direkt mit „Sie“ an; das signalisiert Zugewandtheit.

3.

Lassen Sie Zahlen und Fakten sprechen – bildlich!
Mehr als drei Zahlen in einem Text-Abschnitt verwirren. Sobald Sie viele zahlenbasierte Inhalte haben, sollten Sie sich überlegen, wie Sie diese besser in Schaubildern oder Info-Grafiken darstellen können. Das erleichtert die Verständlichkeit und die Aufnahmebereitschaft der Leser/innen erheblich. Wichtige Botschaften können Sie oft eindrücklicher in Grafiken als in Worten platzieren. Noch mehr Dynamik bringen interaktive Grafiken ins Spiel, aber vermeiden Sie unnötige und ablenkende Spielereien. Achten Sie immer auf einen einheitlichen Darstellungsstil, möglichst gemeinsam mit Ihrem/r Web-Designer/in.

4.

Bilder sagen mehr als Worte
Eine reine Text-Seite ist ein Killer. Versuchen Sie immer, mit Fotos zu arbeiten. Optimal sind eigene Fotos, individuell aufgenommen von einem/r Fotograf/in. Stockfotos von großen Bildagenturen sollten Sie nur im Ausnahmefall verwenden, denn sie wirken meist steril und gekünstelt. Vermeiden Sie aber eine Bilder-Schlacht, nur um alle beauftragten Motive unterzubringen – eine ausgewogene Mischung aus Text und Bild sollte es sein. Am besten, Sie machen vor dem Relaunch ein Foto-Konzept mit allen geplanten Seiten und passenden Fotomotiven. Platzieren Sie Fotos großzügig – und nicht nur als Briefmarke.

5.

Zeigen Sie die Menschen in Ihrem Krankenhaus
Zeigen Sie Ihren Patient/innen, wer für sie da ist. Mit sympathischen Profi-Fotos, nicht zu klein, mit Namen und Funktion, und, wenn möglich, mit einem kurzen Text über die Person. So können die Patient/innen die Menschen schon einmal kennen lernen, mit denen sie voraussichtlich zu tun haben werden. Das schafft Nähe und Vertrauen. Achten Sie auf aktuelle Fotos!

6.

Zeigen Sie, wie angenehm es bei Ihnen ist
Was immer einladend, schön, modern oder interessant ist – zeigen Sie es in Bildern. Seien es modernisierte Patientenzimmer, ein geschmackvoll eingerichteter Aufenthaltsraum, eine behagliche Cafeteria oder ein einladender Empfangsbereich, Patient/innen können sich so viel leichter eine Vorstellung davon machen, ob es ihnen in Ihrem Haus gefällt und ob Sie sich dort wohlfühlen werden. Denken Sie auch an den Garten und die Außenanlagen!

7.

Geben Sie nützliche Informationen
Was passiert mit mir im Krankenhaus? Das ist eine der häufigsten, oft angstbesetzten Fragen von Patient/innen vor einem (geplanten) Aufenthalt. Seien Sie so transparent wie möglich, beschreiben Sie, wie ein typischer Krankenhausaufenthalt abläuft. Falls möglich, etwa bei häufigen Standard-Behandlungen, sogar nach Tagen: Tag 1, Tag 2, Tag 3 … So können sich Patient/innen emotional und mental vorbereiten, Fragen überlegen und Unsicherheiten abbauen.

8.

Nehmen Sie Ängste
Besonders bei stark belastenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs, bei hochsensiblen Themen wie urogenitalen Erkrankungen, Geburtshilfe oder psychiatrischen Erkrankungen oder auch vor großen operativen Eingriffen haben Patient/innen starke Ängste. Sie suchen auf Ihrer Website zwar nach Informationen, aber auch nach Trost und Ermutigung. Lassen Sie solche Texte von professionellen Redakteur/innen schreiben, die den richtigen Ton treffen. Vermeiden Sie, ganz allgemein, unbedingt abschreckende Fotos, etwa von Operationen, Blut oder Wunden.

9.

Filme bringen Leben
Viele Inhalte lassen sich durch ein zusätzliches kleines Video untermalen. Menschen und Bewegung machen Inhalte leichter erfassbar und vermitteln Authentizität und Lebendigkeit. Doch auch wenn Videoaufnahmen heute einfach geworden sind und von fast jedem/r erstellt werden können, sind die Ergebnisse von Lai/innen oft mittelprächtig, wirken seltsam gestellt oder im schlimmsten Fall unfreiwillig komisch. Gerade hier lohnt sich die Einbeziehung von Profis!

10.

Lassen Sie Patient/innen erzählen
Sehr authentisch wirken kleine Videofilme, in denen ehemalige Patient/innen von ihrem Aufenthalt und Ihrer Behandlung bei Ihnen berichten – ein kurzes Video pro Behandlungsgebiet oder Abteilung genügt. Auch solche Filme sollten auf jeden Fall professionell vorbereitet und produziert werden, etwa mit einem Drehbuch und einem/r Interviewer/in.

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